Gut gegen Nordwind ~ Daniel Glattauer

Buchinfos

Glattauer, Daniel: Gut gegen Nordwind : Roman
erschienen im Goldmann Verlag, 2008
218 Seiten
ISBN 978-3-442-46586-6
Tachenbuch – 7,95 €
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Inhalt

Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Der erste Satz
Ich möchte bitte mein Abonnement kündigen.

Eigene Meinung
Ein Buch, welches eine große Fangemeinde hat und welcher ich mich nur anschließen kann.
Die Geschichte zweier Menschen, die durch bloßen E-Mail-Kontakt eine solch zauberhafte Verbindung eingehen – dies hat auch mich gnadenlos gefesselt.
Herzerwärmend und mit einer Leichtigkeit hat Daniel Glattauer ein wundervolles Werk geschaffen, das so authentisch rüber kommt, dass man glauben möchte, es hätte sich wirklich so zugetragen.

Mit Emmi und Leo wurde ich sehr schnell warm und sie machen von Beginn an den Eindruck, wie normale Menschen – wie du und ich. Durch die vielen E-Mails, aus denen das Buch auch gänzlich besteht, erfährt man peu a peu das Leben der Schreiberlinge kennen und deren Individualität. Sie teilen sich dem jeweils anderen mit und es war spannend zu verfolgen, was sich zwischen den beiden entwickelt.

Besonders angetan hat mir die Art, wie sich die beiden geschrieben haben. Es hatte eine so klassische Note, die aber keinesfalls langweilig oder spröde wirkte, sondern sehr niveauvoll und mit einer Menge Stil. Dabei war es auch überaus verständlich und oftmals mit viel Witz und Charme angereichert.
Am schönsten fand ich die Leo-Passagen, in denen er im trunkenen Zustand Emmi eine Mail schickte. Die fand ich besonders niedlich und immer einen Schmunzler wert :)

Zugegeben, ich musste mich erst daran gewöhnen, dass jede Seite aus E-Mails bestand und es nicht auf eine Art & Weise „erzählt“ wurde. Zu dem irritierte Emmi mich hin und wieder, aber auch Leo, denn in so manchen Abschnitten wurde ich aus den beiden nicht ganz schlau, weshalb ich mich gerade deswegen so schwer von der Lektüre trennen konnte. Und ich bin sicherlich (!) nicht die Erste, die nach dem 1. Teil sofort den zweiten zur Hand nehmen musste, denn der böse Cliffhanger am Ende, ließ es kaum zu, nicht SOFORT weiterzulesen. Genau aus diesem Grunde habe ich auch erst recht spät begonnen, das Buch zu lesen, denn bevor ich nicht „Alle sieben Wellen“ auch schon bereit stehen hatte, wollte ich gar nicht erst beginnen. Da ich mir jenen aber zum Glück vor kurzem gekauft habe, konnte ich auch endlich anfangen mit „Gut gegen Nordwind“ und bin so froh dieses tolle Buch gelesen zu haben :)


Fazit
Eine wundervolle Geschichte, die man ganz für sich allein entdecken muss. Ich kann es all denen bedingungslos empfehlen, die an die Liebe per Mausklick gefallen finden und die einer virtuellen Romanze nicht abgeneigt sind. Aber aufgepasst: Den 2. Teil „Alle sieben Wellen“ unbedingt parat haben, sonst rennt ihr kreischend die Wände hoch ;)

schmedda#4

Wenn ihr wissen wollt, wie mir das Buch „Alle sieben Wellen“ gefallen hat, dann unbedingt demnächst vorbei schauen ;)

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