Never Knowing – Endlose Angst ~ Chevy Stevens

 Buchinfos

Stevens, Chevy: Never Knowing – Endlose Angst : Thriller
erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag, 2011
491 Seiten
ISBN 978-3-596-19274-8
Taschenbuch – 8,99 €
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Inhalt (lt. amazon.de)

Die adoptierte Sara hat sich immer gefragt, wer wohl ihre richtigen Eltern sind. Als ihre eigene Hochzeit bevorsteht, macht sie sich auf die Suche. Doch ihre leibliche Mutter verweigert schockiert den Kontakt. Verstört forscht Sara weiter und findet etwas Unfassbares heraus: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienmörder. Sara versucht, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als zu erfahren, dass dein Vater ein Killer ist – nämlich, dass er von dir erfährt …

Der erste Satz
Ich dachte, ich käme damit klar, Nadine.

Eigene Meinung
Auch Chevy Stevens zweiter Thriller konnte mich gut unterhalten.
Wenn du eines Tages erfährst, dass dein leiblicher Vater, der meist gesuchteste Serienkiller ist … Dieses Szenario fand ich für mich ansprechend und die Autorin hat dies auch sehr gut in diesem Buch verpackt.

Wie schon bei „Still Missing“ erfolgt die Handlung in zwei Abschnitten. Die Kapitel beginnen in der Therapiesitzung und verlaufen sich dann in der normalen Handlung. Die Erzählweise ist hier die Ich-Perspektive, durch die wir gut in das Seelenleben von Sara eintauchen können.

Besonders die Telefongespräche zwischen Vater & Tochter glichen einem Wechselbad der Gefühle. Aufreibend, beängstigend, aber auch immer eine Spur emotional. Es ging sogar soweit, dass ich Symapthien zu dem Mörder aufbauen konnte, womit ich weniger gerechnet hätte. Die Protagonistin empfand ich zunehmend als anstrengend und nervig. Trotzdem erreichte sie durch diese Art, dass die Geschichte nur so stimmig wirkte. Wäre Sara anders, hätten die Handlungen keine überzeugende Wirkung auf den Leser und die Geschichte wäre nur halb so gut.

Der Thriller besticht eher durch Hochspannung als mit blutigen Details, was aber mich keineswegs störte oder Minuspunkte einbrächte. Trotzallem hat mir „Still Missing“ besser gefallen, da dieses Buch mich einen Tick mehr mitreißen konnte. Allerdings bin ich da wohl ein Individuum, denn den meisten hat „Never Knowing“ hier noch mehr zugesagt. Naja, Geschmackssache ;) Von mir gibt’s 4 verdiente Schmetterlinge.

Fazit: Spannende Story mit einer guten Portion Nervenkitzel, aber wenig Blut. Sehr solide, wenn auch hier und da etwas langwierig.

schmedda#4

Rettungslos ~ Simone van der Vlugt

Buchinfos

Vlugt, Simone van der: Rettungslos : Thriller
erschienen im Diana Verlag, 2010
253 Seiten
ISBN 978-3-453-29065-5
Gebundene Ausgabe – 7,99 €
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Inhalt [lt. amazon.de]

Lisa lebt mit ihrer sechsjährigen Tochter Anouk in einem Haus am Deich, etwas außerhalb eines kleinen Dorfs in den Niederlanden. Eines Tages, als sie gerade Wäsche im Garten aufhängt, wird sie von einem unbekannten Mann ins Haus gedrängt und bedroht. Fliehen kann sie nicht, denn der Mann ist gewalttätig, und so sind Lisa und ihre kleine Tochter dem Eindringling vollkommen ausgeliefert. In dieser lebensbedrohlichen Situation versucht Lisa, die Ruhe zu bewahren und mit dem Fremden ein Gespräch zu beginnen. Sie vermeidet alles, was ihr Gegenüber provozieren könnte, gibt sich vertrauensvoll und offen. Doch was sie erfährt, jagt ihr eiskalte Schauer über den Rücken. Der Mann ist ein mehrfacher Mörder, der gerade einer geschlossenen psychiatrischen Klinik entflohen ist. Als seine Ehefrau ihn verließ, tötete er seine gesamte Familie. Für Lisa beginnt ein Albtraum – wird er tödlich enden?

Der erste Satz
Erst im letzten Moment sieht Lisa den Mann.

Eigene Meinung
Eingesperrt in den eigenen 4 Wänden. Mit deiner kleinen, kranken Tochter. Von einem Mann, der vor wenigen Stunden aus er psychiatrischen Klinik geflohen ist und dort wegen Mordes saß. Er ist unberechenbar, ein Psychopath und es gibt kein Entkommen!

Das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich es in einem Rutsch lesen musste. Von der ersten Seite spannend, sodass ich es gar nicht mehr aus den Händen legen konnte und wollte.
Der Schreibstil entsprach sofort meinem Geschmack und, was es mir leicht machte, es im Fluge zu verschlingen. Hier wird sich nicht an Details festgeklammert, sondern es geht von Beginn an zur Sache, was mir besonders an einem Thriller entgegen kommt.

So wie wir in die Geschichte reinplumpsen, so abrupt endet es leider auch und man fragt sich irgendwie „Wie? Das war’s jetzt?“ – Mir hätten 5 – 10 Seiten gut getan um nicht so unvermittelt aus der Story manövriert zu werden. So gesehen gibt es aber keinen Cliffhanger. Alles wird „zu Ende“ gebracht, doch wie schon erwähnt – sehr plötzlich.

Fazit
Klasse Thriller, der rasant und absolute Pageturner-Qualitäten aufweist. Ein paar Seiten mehr, hätten dem auch keinen Abbruch getan. Für sanfte Gemüter eher ungeeignet ;)

schmedda#4