Das Spiel des Engels ~ Carlos Ruiz Zafón

Buchinfos

Zafón, Carlos Ruiz: Das Spiel des Engels ; Roman
erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag, 2010
710 Seiten
ISBN 978-3-596-18644-0
Taschenbuch – 10,95 €
Kaufen bei Amazon

Inhalt
Wir schreiben das turbulente Jahrzehnt vor dem Spanischen Bürgerkrieg, als alles aus den Fugen gerät. Die Bevölkerung Barcelonas explodiert, die Stadt expandiert, Gaudí erschafft seine Kathedrale, Banden kontrollieren ganze Stadtviertel und die Anarchisten zünden ihre Bomben. Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von mysteriösen Kriminalromanen und Detektivgeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät…

Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Phantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige.

Der erste Satz

Ein Schriftsteller vergisst nie, wann er zum ersten Mal für eine Geschichte ein paar Münzen oder Lob empfangen hat.

Eigene Meinung
Das „Spiel des Engels“ ist nun das zweite Buch, das ich von dem Autor lesen durfte. Wie schon in „Der Schatten des Windes“ wandern wir durch die Schauplätze des alten Barcelonas und zum Friedhof der vergessenen Bücher.
Besonders gut gefällt mir die Art, wie Carlos Ruiz Zafón Orte, Räumlichkeiten und generell Dinge beschreibt, die so reell wirken, dass man glauben könnte, selbst dort zu sein. Auch die Geschichte war spannend, mysteriös und keinesfalls durchschaubar.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen. Es hat mich gut unterhalten, aber nicht gepackt – so wie ich es von einem genialen Buch erwarte. Der Schreibstil war ebenso nicht permanent mein Fall und mit dem Ende konnte ich mich auch nicht sonderlich anfreunden.
Überhaupt hatte ich nicht allzu viel übrig für diesen übersinnlichen Touch, der sich durch die gesamte Geschichte zog.
Zudem muss ich gestehen, dass ich teilweise den Handlungsablauf nicht immer verstand und mit der Zeit die Konzentration auf die wesentlichen Aspekte verlor. Sehr Schade, denn der Klappentext klang sehr vielversprechend.

Fazit
Nettes Buch, dass mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Meinen Geschmack hat es nicht getroffen.

schmedda#3

Der Zauber der ersten Seite ~ Laurence Cossé

 Buchinfos

Cossé, Laurence: Der Zauber der ersten Seite : Roman
erschienen im Limes Verlag, 2010
463 Seiten
ISBN 978-3-8090-2590-0
Gebundene Ausgabe – 8,99 €
Kaufen bei Amazon

Inhalt (lt. amazon.de)
Die Bücher, die Liebe und andere Geheimnisse …

»Wir wollen Bücher für die Nächte, in denen wir trotz aller Erschöpfung keinen Schlaf finden; Bücher, die wir einer Freundin mitbringen können. Wir wollen Bücher, die für uns geschrieben wurden. Wir wollen Bücher, die uns Luft zum Atmen geben. Wir wollen gute Romane.« Aus dem Plädoyer der Buchhändlerin Francesca, als ihr Traum vom perfekten Buchladen zerstört zu werden droht.

Wer kann Menschen, die gute Romane wollen, als Bedrohung empfinden?, fragt sich Kommissar Heffner, als Ivan und Francesca, die Gründer der Pariser Buchhandlung »Zum guten Roman«, ihm von Drohungen und Sabotage erzählen. Wollen wir denn nicht alle gute Bücher? Drei absolut harmlose Personen wurden angegriffen, weil sie zu einem geheimen Komitee gehören, das für die Buchhandlung die Bücher auswählt. Auf der Suche nach der Wahrheit taucht Heffner ein in die geheimnisvolle Welt der Bücher und derer, die sie lieben. Menschen, die dem Zauber der ersten Seite immer wieder erliegen und daran glauben, dass Bücher das Leben verändern, Schicksale steuern und die Liebe wecken können …

Ein Buch, das zeigt, wie Liebe und Leidenschaft die Welt verändern können.

Der erste Satz
Zumindest kann man sagen, dass Paul Néons Verschwinden im Kanton Antibes-Biot, wo er sich allen Anschein nach niedergelassen hatte, kein Aufsehen erregte, nicht einmal in Les Crêts, dem ärmlichen Dorf, in dem er das letzte Haus am Dorfrand bewohnte.

Eigene Meinung

Eine Hymne an die guten Bücher dieser Welt, die uns Leser begeistern, verzaubern und berühren.

Sehr ausdrucksstark vermittelt die Autorin hier die Liebe zur Literatur und deren Gemeinschaften und Feindschaften. Die Buchhandlung, die der zentrale Kern der Geschichte ist, befasst sich nur mit der „Elite“ – gute Romane, kein Schund, den die Welt nicht braucht. Gewagt, denn Geschmäcker sind bekanntlich nun mal verschieden.
Doch das Buch drückt genau eine wichtige Botschaft aus, die ich in voller Überzeugung teile: Neuerscheinungen, Bestseller – gut & schön, aber das Gut der Literatur muss auch in den älteren Werken bewahrt werden. Es sind diese Romane, die übersehen oder vergessen werden, die jedoch eine wundervolle Geschichte enthalten können. Diese kleinen verborgenen Schätze, denen man sich seltener nähert, weil sie nicht dem Massenverhalten entsprechen. Das wird in diesem Buch so bezaubernd und wunderschön dargestellt.
Das Buch beschäftigt sich natürlich auch mit der Kehrseite der Medaille. Wie fair ist es, eine Lektüre als gut oder schlecht hinzustellen? Werke aus dem Sortiment auszuschließen, weil sie nicht als gut genug gelten? Besonders diese Gegensätzlichkeit hat die Autorin gut ausgearbeitet und den Leser nachdenklich zurückgelassen.
Fazit: Es ist grandios. Ein Buch, über die Liebe zur Literatur und zu guten Geschichten, die wir alle lieben und wollen. Es ist wundervoll und eine absolute Empfehlung.
Liebhaber des Landes Frankreich und der Stadt Paris werden hier besondere Freude dran haben :)

schmedda#5